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Facharzt für Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren Dr. med. Joachim Czieslik, Obg

Asthma

zur naturheilkundlichen Allergiebehandlung hier klicken

                              BEI ATEMNOT
                                (hier klicken)
       

    Die Atemwege
    Zum besseren Verständnis kurz ein paar Worte zum Aufbau der Atemwege.
    Das Atmungsorgan ähnelt in seinem Aufbau einem umgedrehten Baum mit
    zwei Kronen.
    Die Luftröhre entspricht dem Stamm, von dem die beiden großen
    Hauptbronchien wie zwei dicke Äste in die rechte und linke Lunge abgehen.
    Sie verzweigen sich in immer kleinere Äste, die Bronchien bzw. Bronchiolen
    (kleinste Bronchien).Wie die Blätter des
    Baumes enden die Bronchien als feinste Verzweigungen in den
    sogenannten Alveolen.
    Hier findet der Austausch der Gase (Sauerstoff und Kohlendioxid) zwischen
    Luft und Blut statt.

    Vorzeichen des Asthmas erkennen
    Lernen Sie, eine vorübergehende Verschlechterung Ihres Zustandes
    frühzeitig zu registrieren. Besonders hilfreich ist dabei die regelmäßige
    Messung des PeakFlows (siehe Kapitel 4.4). Bei Verschlechterung der
    AtemflußWerte sollten Sie sofort die notwendigen Gegenmaßnahmen
    ergreifen und können so z.T das Eintreten einer akuten Notfallsituation
    von vornherein vermeiden. Bitte sprechen Sie mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt
    darüber.
    Asthma ist eine Erkrankung, die mit vorwiegend anfallsweise auftretender
    Atemnot einhergeht. Die Symptome kennen Sie sicherlich aus dem eigenen
    Erleben Luftnot, Husten, Pfeifen oder ein Geräusch über der Lunge, das der
    Arzt als "Giemen" bezeichnet. Ausgelöst wird diese Atemnot durch eine
    vorübergehende Verengung der Bronchien, die durch eine Überempfind-
    lichkeit und Entzündung der Atemwege bedingt ist.

    Was geschieht in den Bronchien?
    Von einem bestimmten Grad der Verengung der Bronchien an beginnt man
    Atemnot zu spüren, die sich bei einem schweren AsthmaAnfall in relativ
    kurzer Zeit bis zum Erstickungsgefühl steigern kann. Obwohl der Asthmatiker
    dabei das Gefühl hat, keine Luft mehr zu bekommen (also nicht richtig
    einatmen zu können), ist in Wahrheit die Ausatmung gestört. Im Asthma-
    anfall bleibt bei der Ausatmung zuviel Luft in den Bronchien zurück. Da
    man also die verbrauchte Luft nicht ganz los wird, kann man beim nächsten
    Einatmen nicht genügend frische Luft einziehen. Das empfindet man als
    Luftnot.

    Die Verengung der Bronchien wird durch drei 3 Faktoren verursacht:
            - Die Muskeln der Bronchien verkrampfen sich.
             Diese Verkrampfung nennt man Bronchospasmus.

            - Die Schleimhaut, mit der die Bronchien innen bedeckt sind,
             schwillt an und verdickt sich. Diese Reaktion kommt vor allem
             durch eine Entzündung zustande.

            - Die entzündete Schleimhaut produziert besonders viel zähen
             Schleim, der schlecht abgehustet werden kann. Dieser Schleim
             kann die Bronchien teilweise oder vollständig verstopfen.

    Ob nun der eine oder andere dieser Faktoren im Vordergrund steht, der
    Effekt ist immer der gleiche: ATEMNOT.

    Wo liegen die Ursachen?
    Leider kann man diese Frage trotz allen medizinischen Fortschritts in der
    Medizin immer noch nicht erschöpfend beantworten. Wie bei den anderen
    chronischen Erkrankungen stößt man bei der Erforschung der Ursachen
    meist auf ein Bündel von Faktoren, das gemeinsam die Basis für die
    Erkrankung bildet.
    Wesentliche Grundlage jeder Asthmaerkrankung ist eine ständig vorhandene Überempfindlichkeit der Bronchien, das sogenannte hyperreagible
    Bronchialsystem. Nicht jeder mit einem überempfindlichen Bronchialsystem
    muss Asthma bekommen aber: jeder, der Asthma hat, besitzt ein überem-
    pfindliches Bronchialsystem. Das kann sich z.B. darin äußern, dass kalte Luft,
    Rauch, Staub oder Nebel die Atemwege heftig reizen.
    Erhöhte Reizbarkeit kann angeboren sein oder im Laufe des Lebens
    erworben werden.

    Prinzipiell unterscheidet man drei verschiedene Asthmaformen,
    die aber alle eine Überempfindlichkeit des Bronchialsytems als gemeinsame
    Grundlage haben:

  • - Allergisches Asthma entweder gegen ein einziges Allergen oder mehrere
      verschiedene Allergene
  • - Nicht allergisches Asthma beginnt meist mit einem Bronchialinfekt, der
      eine Überempfindlichkeit der Bronchien nach sich zieht
  • - "Mischform" aus allergischem und nichtallergischem Asthma
  • Besonders im Kindesalter bedeutsam ist das Anstrengungsasthma, d.h.
    die Auslösung anfallsartiger Atemnotbeschwerden durch körperliche
    Belastung.
  • Das allergische Asthma tritt am häufigsten bei Kindern und jugendlichen
    oder im jüngeren Erwachsenenalter auf. Ein Asthma, das nach dem 40.
    Lebensjahr zum ersten Mal auftritt, ist dagegen weniger häufig durch eine
    Allergie bedingt. Hier können wiederholte Bronchialinfekte die Ursache
    sein, die die Schleimhaut der Atemwege derart schädigen, daß daraus
    auch ohne akuten Infekt ein Dauerzustand erhöhter Reizbarkeit entsteht.
    Von der Reizbarkeit zur Verkrampfung der Bronchien, d.h. Asthma, ist es
    dann manchmal nur noch ein ku rze r Weg.
     
  • Was sind die Auslöser?
  • Eine Vielzahl von Auslösern kann bei Asthmatikern eine akute Verengung
    der Bronchien und Atemnot auslösen.
  • - Substanzen, die wir einatmen
     (z.B. Allergene Gräserpollen, Schimmelsporen, Katzenhaare, Hausstaub, 
      Farben, Sprays)
    - Nahrungsmittel
     (eher selten lösen die Nahrungsmittel selbst eine allergische Reaktion aus)      
     (z.B. Milchprodukte und Eier) Häufiger besteht eine Allergie gegen darin
      enthaltene Konservierungstoffe
     (z.B. in Trockenobst, Dessertcreme, Salatdressing, Konserven)
    - Medikamente (z.B. bestimmte Schmerzmittel)
     
  • Körperliche Belastungen
  • Durch schnelles Atmen können körperliche Belastungen zu Atemnot führen 
    besonders, wenn die Luft trocken und kalt ist.
     
  • Seelische Belastungen
  • Vielleicht kennen Sie aus eigenem Erleben Situationen psychischer
    Anspannung, wie z.B. Streß, Ärger und Hetze, bei denen Sie eine
    Verschlechterung Ihrer Atmung verspüren.
  • Aber auch Angstgefühle, die im Alltag verdrängt werden, können aus dem
    Unbewußten heraus auf Dauer einen negativen Einfluß auf die Gesundheit
    entfalten. Daher ist es wichtig für Sie, mit Konflikten bewußt umzugehen und
    offen mit anderen Menschen darüber zu reden, sonst können auch Alltags-
    probleme die Krankheit verschlimmern.
  • Keinesfalls sollte das Asthma selbst zu einer Quelle von Angst und
    Unruhe werden, weil Sie sich vor wiederkehrenden Atemnotanfällen
    fürchten oder sich um Ihre Zukunft sorgen machen.
    Versuchen Sie, diese Angst zu überwinden, indem Sie Ihr Asthma
    selbst kontrollieren.
  • Genaue Kenntnisse der körperlichen Vorgänge und der Eigenheiten Ihrer
    Erkrankung ebensowie die möglichen Gegenmaßnahmen und deren
    Anwendung sind die besten Hilfsmittel dazu.
  • Auch starke Gefühlsregungen, wie Trauer, Wut oder Enttäuschung können Asthmabeschwerden verstärken oder auch einmal einen akuten Asthma-
    anfall auslösen. Diese Faktoren kann man natürlich nicht völlig ausschalten,
    aber man kann lernen, Warnsignale zu erkennen und z.B. durch rechtzeitige
    Inhalation der von Ihrem Arzt zu diesem Zweck verordneten Medikamente
    Schlimmeres zu verhindern.
  • Aber: Lassen Sie sich nicht einreden, Ihr Asthma habe rein psychische
    Ursachen. Es gibt keine wissenschaftliche Untersuchung, die dies belegt.
    Psychische Probleme stellen lediglich einen Verstärkungsfaktor für die Asthmasymptomatik dar, ebenso wie bei vielen anderen chronischen
    Krankheiten.
  • Das Wichtigste zum Thema Psyche und Asthma zum Schluß: Denken Sie
    immer daran, daß Sie auch selbst an Ihrem Zustand arbeiten können.
    Positives Denken, Optimismus, Ausgeglichenheit und der Glaube an die
    eigenen Kräfte können zu einer deutlichen Besserung führen. Daran
    sollten Sie sich selbst immer wieder erinnern.
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